St. Jakob, eine Fraktion der Gemeinde Villnöß

St. Jakob ist ein kleiner Ort – eine Fraktion – der Gemeinde Villnöß im gleichnamigen Villnösser Tal in Südtirol. Der Ort befindet sich innerhalb der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Eisacktal und wird auf Italienisch „San Giacomo“ bezeichnet.

Teilweise wird St. Jakob auch „St. Jakob am Joch“ bezeichnet.

Bei St. Jakob handelt es sich um eine Streusiedlung, die auf einer Höhe von 1.256 Metern über dem Meeresspiegel liegt. Der Ort hat zirka 70 Einwohner.

Die geographische Lage

St. Jakob befindet sich inmitten des Villnösser Tals. Teis, ebenfalls eine Fraktion der Gemeinde Villnöß, liegt westlich und Gufidaun in einer Entfernung von etwa 13 Kilometern ebenfalls westlich von St. Jakob. Südöstlich befindet sich St. Peter und – ebenfalls südöstlich – im Talschluss St. Magdalena.

Aufgrund der geographischen Lage von St. Jakob befindet sich hier ein uralter Übergang, der das Gadertal mit dem Eisacktal verbindet.

Die Geschichte von St. Jakob

Bei St. Jakob handelt es sich, wie auch das umliegende Gebiet der Gemeinde Villnöß, um ein Gebiet, welches die Menschen schon sehr frühzeitig besiedelt haben. Schon 5000 vor Christus soll das Gebiet für die Vieh- und Ackerzucht verwendet worden sein. Urkundlich ist St. Jakob allerdings „erst“ im 12. Jahrhundert belegt. Aus diesem Jahrhundert sind heute noch einige Höfe vorhanden, welche damals schon erwähnt wurden. Hier handelt es sich um den Gutshof zu Puez und die Höfe Drocker, Unterweg, Pramstrahler, Rafreid und Zinner.

Nachdem es sich bei St. Jakob um eine eher kleine Streusiedlung handelt, spielt für den Ort der Fremdenverkehr keine immens wichtige Rolle. Dennoch gibt es hier auch die Möglichkeit, u. a. einen Urlaub auf dem Bauernhof oder in einer Ferienwohnung zu verbringen.

Kirche St. Jakob am Joch

Auf einer Anhöhe und in zentraler Lage des Ortes St. Jakob befindet sich das kleine Kirchlein St. Jakob am Joch.

Die Kirche wurde einst im romanischen Stil erbaut und im Jahr 1349 erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche gotisiert. Die Mauern des Langhauses stammen aus der romanischen Zeit und stammen aus dem 12. Jahrhundert. Der Kirchturm stammt aus der gotischen Zeit.

An der Stelle, an der sich das Kirchlein befindet, war einmal der Brandopferplatz von Tschaufis. Hierbei handelt es sich um eine vorchristliche Opferstelle, deren einstiges Bestehen aufgrund von Scherben und kalzinierten Knochen nachvollzogen werden konnte.

Im Inneren der Kirche ist der Flügelaltar aus dem Jahr 1517 absolut sehenswert. Der wertvolle Altar stammt aus der Werkstatt von Ruprecht Potsch und Philipp Diemer. Hierbei handelt es sich um einen Flügelaltar, bei dem im Schrein die gekrönte Maria mit dem Jesuskind zu sehen ist. Linkerhand ist der Erzengel mit erhobenem Schwert und rechterhand Jakobus der Ältere – der Namenspatron der Kirche und zugleich Namensgeber von St. Jakob – zu sehen. Jakobus trägt auf dem Bild den Hut der Muschelbrüder.

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