Dorfmuseum Gufidaun

Das kleine Dorfmuseum in Gufidaun, Eisacktal

Das kleine Dorfmuseum, das Großes „in sich“ hat – so wirbt das Dorfmuseum Gufidaun auf seinen Werbeprospekten. Und wer das Dorfmuseum in dem kleinen, 500-Seelen-Ort im Südtiroler Eisacktal einmal besichtigt hat, wird sicherlich bestätigen können, dass mit dieser Werbezeile der Nagel auf den Kopf getroffen wird.

Das Dorfmuseum ist direkt in der Ortsmitte von Gufidaun zu finden. Das Haus mit der gelben Fassade könnte leicht übersehen werden, wären da nicht die Fahnen vor dem Haus, welche auf das Museum die Urlauber und Besucher aufmerksam machen.

Die Geschichte des Hauses und des Museums

Das Haus, in dem das Dorfmuseum Gufidaun beheimatet ist, war über lange Zeit als „Pflegerhaus“ bekannt. Schon im Jahr 1834 wurde das Haus vom Verwalter der Fürsten von Gufidaun, dem sogenannten „Pfleger“, genutzt und bekam daher den Namen „Pflegerhaus“. Später hieß das Haus „Krösshaus“. Dieser Name wurde von seinem, bereits am 23.12.1886 verstorbenen Besitzer Josef Kröss, abgeleitet. Josef Kröss überließ sein Haus der Gemeinde Gufidaun, die in diesem das Dorfmuseum einrichtete, welches schließlich im Jahr 2000 eröffnet werden konnte. Freiwilligen Helfern und den Zuschüssen des Landes Südtirol ist es zu verdanken, dass das Pfleger- bzw. Krösshaus so restauriert werden konnte, dass es zu den schönsten Häusern von ganz Gufidaun zählt.

Da man von außen in keinster Weise erahnen kann, welchen „Schatz“ das Dorfmuseum beherbergt, ist ein Besuch sehr empfehlenswert. In dem Museum wird den Besuchern volkstümliches Kulturgut gezeigt. Das Museum hat sich nämlich zum primären Ziel gesetzt, dieses Kulturgut zu sammeln und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Ausstellung

Die gesammelten und im Dorfmuseum Gufidaun ausgestellten volkstümlichen Kulturgüter geben den Interessierten einen guten und unverfälschten Einblick in das Leben der Vorfahren in diesem Landstrich. Hier kann man sich quasi direkt in die Lebensweise jener Menschen, die früher in Südtirol lebten, hineinversetzen wenn man beispielsweise in der bäuerlichen Stube oder in der Schlafkammer steht. Daher kann ein Besuch des Museums durchaus als eine Reise in die Vergangenheit gesehen werden.

Wer sich dieses Leben, welches heute vorwiegend von technischen Geräten beherrscht wird, nur schwer vorstellen kann, der sollte sich in dem Dorfmuseum die uralte Rußküche mit dem Gewölbe ansehen. In dieser urigen Küche, welche als Highlight des Museums bezeichnet werden kann, wird gezeigt, wie das Kochen damals vonstatten ging.

Im sogenannten „Schusterraum“ und im „Torgglkeller“ werden, unterstützt von zahlreichen interessanten Exponaten, damalige alte Berufe verdeutlicht.

Die Ausstellung im Dorfmuseum Gufidaun wird durch zahlreiche Mineralien, Krippen und weiteren sakralen und profanen Kult- und Kunstgegenständen abgerundet. Es ist fast eine Selbstverständlichkeit, dass in dem Museum auch zahlreiche Bilder von Josef Telfner bestaunt werden können. Josef Telfner lebte in der Zeit von 1874 bis 1948 und ist ein berühmter Maler aus Gufidaun.

Öffnungszeiten

Sollte man in Südtirol an einem Montag ein Museum besichtigten wollen, hat man nur wenige Museen zur Auswahl. Montags sind in Südtirol nämlich die meisten Museen geschlossen. Nicht so das Dorfmuseum Gufidaun. Dieses hat nämlich in der Zeit von Ostern bis Allerheiligen an den Wochentagen Montag, Donnerstag und Freitag jeweils in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr geöffnet. Eine ideale Gelegenheit also, für einen Montag, an dem es in dem sonnenverwöhnten Südtirol dennoch einmal regnen sollte, ein interessantes Museum zu besichtigen.

Nach Vereinbarung kann das Dorfmuseum auch ganzjährig außerhalb der „offiziellen“ Öffnungszeiten besichtigt werden. Wer dies möchte, sollte sich unter der Tel-Nr. +39.0472.847399 mit dem Museum in Verbindung setzen.

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