Mineralienmuseum Teis

Paul Fischnallers Mineralien in Teis ausgestellt

In Teis, einer Fraktion der Gemeinde Villnöß im Villnösser Tal in Südtirol befindet sich ein Mineralienmuseum. In dem Museum werden sehenswerte und kostbare Mineralien ausgestellt, die aus der Sammlung von Paul Fischnaller, einem einheimischen Mineraliensucher, stammen.

Das Mineralienmuseum wurde im Erdgeschoss des Vereinshauses von Teis nach museumspädagogischen Geschichtspunkten eingerichtet.

Wer das Mineralienmuseum in Teis besucht, der wird mit einem Film über die Entstehung der Mineralien informiert, anschließend können die sehenswerten Mineralien dann „in natura“ besichtigt werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich die Kristalle unter dem Mikroskop anzusehen, wo die Schönheit noch deutlicher zum Vorschein kommt. Am Ende des Museumsrundgangs gelangt man in den Museumsshop, bei dem es nicht nur eine umfassende Literatur zu den Mineralien gibt; hier werden auch Schmuck- und Heilsteine zum Verkauf angeboten.

Zeitweise finden in dem Mineralienmuseum auch Sonderschauen statt.

Die Geschichte des Museums

Der ortsansässige Mineraliensucher und Mineraliensammler Paul Fischnaller hat die in den letzten drei Jahrzehnten selbst gesammelten Mineralien zur Verfügung gestellt, sodass schon in den 1970er Jahren das Tourismusbüro von Teis – damals noch in unregelmäßigen Abständen – eine Mineralienschau veranstalten konnte.

In den 1990er Jahren hat Paul Fischnaller schließlich seine umfangreiche Sammlung an Mineralien der Gemeinde Villnöß überlassen. Diese Mineralien wurden zunächst in den unterschiedlichsten Räumen für Interessierte ausgestellt, bis dann im September 1999 schließlich im Erdgeschoss des Vereinshauses das Mineralienmuseum Teis eröffnet werden konnte.

Die ausgestellten Mineralien

Die im Mineralienmuseum Teis ausgestellten Mineralien sind absolut sehenswert und beeindruckend zugleich. Vor allem sind hier die sogenannten „Teiser Kugeln“ zu sehen, die bereits weit über die Grenzen des Villnösser Tals hinaus bekannt sind.

Bei den Teiser Kugeln handelt es sich in Quarzporphyr befindliche Luftblasen. Salzige Lösungen sind bei der Entstehung der Teiser Kugeln eingesickert und haben bei der Auskristallisierung Amethysten, Achate und Bergkristalle gebildet. Die Drusen – also die Hohlräume (Goeden) in den unvollständigen Kristallansammlungen – haben einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern. In den Hohlräumen dieser Drusen werden bis zu sieben unterschiedliche Mineralien gezählt.

Schon alleine diese Teiser Kugeln sind einen Besuch des Mineralienmuseums in Teis wert. Doch es werden weit mehr Mineralien ausgestellt, die Paul Fischnaller während seinen Touren in anderen alpinen Regionen gefunden und mitgebracht hat. So werden auch Mineralien aus anderen Tälern Südtirols, aus dem Aostatal, der Schweiz, des Mont-Blanc-Gebiets und Idar Oberstein (Rheinland-Pfalz) ausgestellt.

Öffnungszeiten des Museums

Von Anfang April bis Anfang November ist das Mineralienmuseum Teis von dienstags bis freitags von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags ist das Museum von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Montags ist – wie in Südtirol üblich – das Museum geschlossen.

Auf Anfrage bietet das Mineralienmuseum auch Führungen an.

Teiser Kugel GEOPFADE

Beim Mineralienmuseum in der Dorfmitte von Teis beginnen drei kurze Erlebniswege. Mit den Teiser Kugel GEOPFADEN können interessante Entdeckungen gemacht und geologische und botanische Eigenheiten in der Umgebung erkundet werden. Die drei Erlebniswege sind

  • Rundgang am Teich – Geologie zum Angreifen
  • Stollen-Klangsteine – Botanischer Lehrpfad und
  • Heilig Grab Hügel-Panorama – Geologischer Überblick

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