Gesamtaufnahme von Verdings im Eisacktal Südtirol

Die Fraktion Verdings der Stadt Klausen

Im mittleren Bereich des Südtiroler Eisacktales befindet sich die Gemeinde Klausen, von der Verdings eine Fraktion ist.

Verdings liegt auf einer Höhe von etwa 950 Metern über dem Meeresspiegel auf der Gebirgstrasse, welche sich nord-westlich des Eisacktals erstreckt. Südlich von Verdings befindet sich im Tal die Stadt Klausen, während sich westlich die Gemeinde Villanders und nord-östlich von Verdings die Gemeinde Feldthurns befindet.

Die exzellente Lage den Verdings auf einer Meereshöhe von knapp 1.000 Metern hat den Vorteil, dass der Ort besonders von der Sonne verwöhnt wird. Zugleich bietet sich vom Ort aus ein schöner Blick in das Eisacktal und die auf der gegenüberliegenden Talseite befindlichen Dolomiten. Von Verdings sind unter anderem das Schlernmassiv, der Tschafon und das Schwarz- und Weißhorn zu sehen. Die Lage und der Ausblick machen Verdings zu einem der schönsten Aussichtspunkte auf dieser Gebirgstrasse im mittleren Bereich des Eisacktals.

Von den etwa 5.200 Einwohnern, die die Stadt Klausen zählt, hat Verdings etwa 450 Einwohner, womit diese Fraktion ein bedeutender Ort der Südtiroler Albrecht-Dürer-Stadt ist.

Auf Italienisch wird Verdings „Verdignes“ bezeichnet.

  • Fresken in der Kirche von Verdings
  • St. Valentin-Kirche in Verdings
  • Kirchturm von Verdings Eisacktal

Allgemeines zu Verdings im Eisacktal

Die Vorzüge der geographischen Lage von Verdings haben die Menschen schon sehr frühzeitig erkannt und genutzt. So konnten hier ur- und frühgeschichtliche Siedlungsaktivitäten im Ortsgebiet nachgewiesen werden und zur Römerzeit wurde das heutige Ortsgebiet intensiver zur Siedlung genutzt.

Das älteste schriftliche Dokument von Verdings stammt aus dem Jahr 1193. Damals wurde der Ort noch „Fridines“ bezeichnet und hat sich dann zum heutigen Ortsnamen „Verdings“ weiterentwickelt.

In Verdings gibt es eine deutschsprachige Grundschule.

Kirche St. Valentin in Verdings

Das Ortsbild von Verdings wir maßgeblich von der St. Valentin-Kirche geprägt, die sich auf einer erhabenen Position im Dorfzentrum befindet. Die Pfarrkirche, welche dem Heiligen Valentin von Rätien geweiht wurde, befindet sich auf dem sogenannten Verdingser Kirchbühel – die Einheimischen nennen die Erhebung meist „Kirchbichl“ – und kann damit als Hügelkirche bezeichnet werden.

Das kleine, prägnante Gotteshaus wurde bereits im Jahr 1202 erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst wurde die Kirche im romanischen Stil errichtet und in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gotisiert.

Wer die Möglichkeit hat, die Kirche vor Ort einmal zu besichtigen, sollte dies auch tun. Sehenswert sind die Fresken im Inneren der Kirche, die nach Art von Meister Hans von Bruneck aus dem 15. Jahrhundert stammen und bis heute sehr gut erhalten sind. Jene Fresken, die sich an den Wänden und am Kreuzrippengewölbe befinden, bestimmen wesentlich das Innenbild der Kirche zum Heiligen Valenti und zeigen unter anderem das jüngste Gericht, das Lebensrad und den Sensenmann.

Auch auf den Außenwänden der Kirche sind sehenswerte Fresken. Diese bilden den Heiligen Christophorus in einer überdimensionalen Größe und die Kreuzwegstationen ab.

Die Bangerts in Verdings

Der Obstbau in Klausen erstreckt sich bis auf die Höhen von Verdings. Was den Obstanbau betrifft, hat Verdings mit den Bangerts eine Besonderheit, auf die Besucher des Ortes schnell aufmerksam werden. Bangert ist ein Begriff, der von den Einheimischen geprägt und genutzt wurde und für eine abgegrenzte Streuobstwiese mit alten Apfel- und Birnensorten, Beerensträuchern und Zwetschgenbäumen steht. Teilweise wird auch der Begriff „Bamgart“ hierfür verwendet.

Im Ortszentrum von Verdings werden Interessierte darüber informiert, dass hinter den Höfen Gosser, Rungger, Brunner und Hintner jene sehenswerten Bangerts zu finden sind. Auf deren Obstwiesen, die auch noch einen alten Baumbestand vorweisen, sind die sehr seltenen Apfel- und Birnensorten Kalterer Böhmer, Köstliche, Plattlinger, Lederer, Goldparmäne, Kanada und Stoanpepeller zu finden.

Der Birmehlweg

Wer sich die nähere Umgebung einmal näher anschauen möchte, dem wird der Wanderweg „Birmehlweg“ empfohlen. Dieser startet direkt im Dorfzentrum von Verdings und verläuft zunächst an der Südseite des Kirchenbühel nach Pardell, einem kleinen Weiler, der ebenfalls zu Klausen gehört.

Von Pardell geht es über den Hof Moar zu Viersch (einem Buschenschank) wieder zurück ins Dorfzentrum von Verdings.

Für die Wanderung sollte man etwa eineinhalb Stunden einplanen. Der Wanderweg ist mit Wegweisern gut ausgeschildert.

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