Totenkirchlein Villanderer Alm

Das Totenkirchlein und der Totensee auf der Villanderer Alm

Auf der Villanderer Alm im Südtiroler Eisacktal befindet sich ein kleines Kirchlein – das Totenkirchlein (teilweise auch „Totenkirchl“ genannt). In unmittelbarer Nähe unterhalb des Totenkirchleins liegt der Totensee, ein kleiner Bergsee.

Westlich des Totenkirchleins bzw. des Totensees befindet sich der Villanderer Berg (2.509 Meter über dem Meeresspiegel). Der Weg auf den Villanderer Berg führt über die Villanderer Alm am Totenkirchlein und am Totensee vorbei.

Auch wenn der Name des kleinen Gotteshaus und des Sees etwas furchteinflößend klingt, ist der „Toten“ ein doch rege besuchter Platz auf der Villanderer Alm, zumal man von hier einen herrlichen Blick auf die Dolomitengipfel in der näheren und auch weiteren Umgebung genießen kann.

Der Ausdruck „tot“ stammt aus der Landwirtschaft und bedeutet „ertraglos“. Eine Sage berichtet davon, dass sich an diesem Platz – am Toten – einige Villanderer während der letzten Pestepidemie zurückgezogen haben.

  • Totensee
  • Totensee Villanderer Alm
  • Totenkirchlein innen

Man geht davon aus, dass das Totenkirchlein von Bergknappen errichtet wurde, da bis ins 16. Jahrhundert auf der Seite zum Sarntal ein Bergwerk in Betrieb war. Das Kirchlein wurde, wie es heute vorhanden ist, im Jahr 1899 erbaut und letztmals im Jahr 1981 durch die Villanderer Schützen renoviert. Standortbedingt ist das Kirchlein Wind und Wetter ausgesetzt, sodass hier häufige Erneuerungen erforderlich werden.

Im Inneren der Kirche fallen zunächst die vielen Sterbekärtchen auf. Zahlreiche Angehörige aus Nah und Fern bringen in die kleine Kirche die Sterbekärtchen, um an ihre Verstorbenen zu erinnern. Sehenswert und auffallend ist in der Kirche auch die Kreuzigungsgruppe, welche überlebensgroß angefertigt wurde.

Der Weg zum Totenkirchlein/Totensee

Wer zum Totenkirchlein/Totensee wandern möchte, kann dies entweder über die Villanderer Alm von der Gasserhütte oder vom Sarntal aus tun. Von diesen Ausgangspunkten führt jeweils ein Kreuzweg zu dem bekannten Platz auf der Villanderer Alm.

Das Gasthaus Gasserhütte, 1.744 Meter über dem Meeresspiegel, erreicht man mit dem Auto von Klausen aus über die Gemeinde Villanders. Direkt bei der Gasserhütte befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz.

Von der Gasserhütte folgt man den Weg Nr. 6 zunächst zur Moar-in-Plun-Hütte, von hier weiter zur zur Pfroderalm, wo sich am Wegesrand die Kreuzwegstationen befinden. Von der Pfroderalm geht es zum Totenkirchlein, welches auf einer Höhe von 2.186 Metern über dem Meeresspiegel liegt.

Für den Aufstieg zum Totenkirchlein bzw. zum Totensee sollte man von der Gasserhütte eine Gehzeit von etwa 1 ½ bis zwei Stunden einplanen. Für den Rückweg/Abstieg benötigt man etwa 1 ½ Stunden Gehzeit.

FAQs zum Totensee

Hier sind einige Fragen zum Totensee auf der Villanderer Alm, welche häufig gestellt werden mit den Antworten:

Wie hoch liegt der Totensee?

Der Totensee liegt auf einer Höhe von 2.208 Metern über dem Meeresspiegel.

Kann man im Totensee baden?

Ja, im Totensee kann man baden und das Baden bzw. Schwimmen im Totensee ist auch erlaubt. Zu beachten ist jedoch, dass es sich um einen Bergsee handelt und das Wasser dementsprechend kalt bzw. kühl ist. Das Baden im Totensee ist daher in erster Linie nur in den Sommermonaten möglich bzw. zu empfehlen.

Welche Berge bzw. Berggruppen sieht man vom Totensee?

Wie auf der gesamten Villanderer Alm hat man vom Totensee einen hervorragenden Blick auf die Dolomiten, die sich im Westen mit einem einmaligen Panorama zeigen. Vor allem zeigen sich vom Totenseen die Bergspitzen der Villnösser Geisler und der Lang- und Plattkofel.

Bietet sich der Totensee zum Rasten an?

Ja, der Totensee ist auf jeden Fall ein Ausflugsziel, bei dem man einige Zeit verbringen sollte. Wer möchte, dann in dem kühlen Nass des Totensees baden. Am Ufer des Totensees befinden sich einige Bänke. Zudem bieten die Wiesenabschnitte und die Felsblöcke ausreichend Sitz- und Liegemöglichkeiten. Empfehlenswert ist, eine entsprechende Unterlage (z. B. eine Liegedecke oder ein Handtuch) mitzubringen.

Stimmt es, dass im Totensee Wein gelagert wird?

Ja, im Totensee werden tatsächlich Weinflaschen gelagert. Das Weingut Röck hat zirka 100 Flaschen Riesling und Grüner Veltliner im Totensee gelagert, um in Erfahrung zu bringen, welche Auswirkung die Höhenlage auf die Reifung der Weine hat.

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