Feldthurns

Die Gemeinde Feldthurns im Eisacktal, Südtirol

Innerhalb der Südtiroler Bezirksgemeinschaft Eisacktal in Südtirol befindet sich die Gemeinde Feldthurns. Mit den insgesamt sechs Fraktionen – Garn, Schneiders, Tschiffnon, Untrum, Pedratz und Schrambach – hat die Gemeinde etwa 2.800 Einwohner.

Das Ortszentrum von Feldthurns liegt auf einer Höhe von 850 Metern über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt des Gemeindegebietes, welches sich bis auf eine Höhe von 2.436 Metern erstreckt, liegt auf einer Höhe von 542 Metern über dem Meeresspiegel.

Der Urlaubsort Feldthurns

Feldthurns ist heute ein beliebter Urlaubsort in Südtirol. Die Gemeinde, welche sich an den westlichen Hängen des Eisacktales erstreckt, bietet seinen Besuchern einen traumhaften Blick auf die Dolomiten, insbesondere auf die Geislerspitzen, welche am anderen Hang des Eisacktales dominierend in den Himmel ragen. Aber nicht nur die traumhafte Lage mit dem unvergesslichen Dolomitenpanorama machen Feldthurns zu einem Ort, der von vielen als Urlaubsort gewählt wird. Bereits im Jahr 1961 wurde von den ortsansässigen Gastwirten ein Verschönerungsverein gegründet. Dieser Verein hat bis heute zum Ziel, die sportliche Infrastruktur des Ortes zu verbessern und die Werbemaßnahmen wirksam zu gestalten.

Auch wenn Feldthurns in Südtirol und damit im nördlichen Italien liegt, müssen sich die deutschen Urlaubsgäste keine Sorgen bezüglich eventueller Verständigungsschwierigkeiten machen. 98,3 Prozent der Einheimischen haben Deutsch als Muttersprache, nur 0,9 Prozent haben Italienisch und 0,76 Prozent Ladinisch – die dritte Sprache, die in Südtirol gesprochen wird – zur Muttersprache.

Einen besonderen Reiz von Feldthurns machen die Kastanienbäume aus, die hier vorzufinden sind und ein Aushängeschild des Ortes darstellen. Während in Südtirol die Kastanie eine eher untergeordnete Rolle spielt, können im Gemeindegebiet von Feldthurns etwa 3.300 – teilweise sehr alte – Kastanienbäume gezählt werden. Die Dorfbewohner tun sehr vieles für die Pflege der alten Kastanienbäume, sodass sich die Besucher an diesen Bäumen erfreuen können. Dementsprechend wurde auch ein Wanderweg – der „Keschtnweg“ – angelegt, bei dem man die Kastanienbäume in vollen Zügen bewundern und genießen kann. Seinen ganz besonderen Reiz hat der Kastanienweg („Sentiere del castagno“ auf Italienisch) im Herbst, wenn sich das Laub in seiner vollen Farbenpracht zeigt und die Gäste immer wieder aufs Neue fasziniert.

In Feldthurns befindet sich auch ein Freibad, in dem alle Wasserratten in den Sommermonaten voll auf ihre Kosten kommen. Das Freibad wird nicht nur von den Urlaubsgästen, sondern auch von den Einheimischen, gerne aufgesucht.

Die Geschichte von Feldthurns

Erstmals wurde Feldthurns im Jahr 975 urkundlich erwähnt. In den alten Dokumenten wird Feldthurns noch als „Velturnes“ bezeichnet. Dass die Anfänge der Besiedlung in diesem Gebiet allerdings noch viel, viel weiter zurückreichen, zeigen zahlreiche Funde, welche hier gefunden wurden. Man konnte aufgrund dieser Funde nachvollziehen, dass die Besiedlungsgeschichte des Gebietes von Feldthurns bereits 5.000 Jahre vor Christus seine Anfänge nahm.

Im 16. Jahrhundert hat die traumhafte Lage des Ortes die Fürstbischöfe von Brixen nach Feldthurns geführt. Diese haben dann das Schloss Velthurns errichtet, das heute in einem gut erhaltenen Zustand zu besichtigen ist und als die Top-Sehenswürdigkeit (s. unten) von Feldthurns gilt.

Seine Eigenständigkeit hat der Ort im Jahr 1785 aufgeben müssen, als Feldthurns vom Stadtrichter Klausen mit verwaltet wurde. Im Jahr 1803 wurde Feldthurns eine eigenverwaltete Gemeinde der Grafschaft von Tirol. Als die Faschisten die Gemeinden in Südtirol zusammenlegten, wurde Feldthurns zusammen mit Klausen, Gufidaun und Latzfons zu einer Großgemeinde Klausen zusammengeschlossen. Im Jahr 1960 wurde Feldthurns schließlich wieder eine eigenständige Gemeinde.

Die Sehenswürdigkeiten von Feldthurns

Das Schloss Velthurns

Wer nach Feldthurns kommt, für den sollte die Besichtigung des Schlosses Velthurns ein Muss sein. Denn dieses Schloss präsentiert sich heute in einem sehr guten Zustand und gehört zu den schönsten Schlössern, welche das burgen- und schlossreiche Südtirol zu bieten hat.

Erbaut wurde das Schloss Velthurns in der Zeit zwischen 1577 und 1587 von den Brixner Fürstbischöfen. Bis zur Säkularisation wurde das Schloss von dem Brixner Fürstentum geführt und ging im Anschluss daran in österreichischen und später in bayerischen Besitz über. Das Land Südtirol ist seit dem Jahr 1978 im Besitz des Schlosses. Das Land hat das Schloss in der jüngsten Vergangenheit restauriert, nachdem an diesem der Zeit der Zahn genagt hatte und das historische Gemäuer auch einmal unter anderem als Kindergarten und Schule „missbraucht“ wurde.

Sehenswert ist auch das im Schloss Velthurns (im Schreiberhaus) stationierte Heimatmuseum. Anhand von zahlreichen Gegenständen aus dem bäuerlichen Alltag wird das Leben der Einheimischen aus vergangenen Tagen dargestellt. Die Besucher können sich hier vorstellen, wie das bäuerliche Leben damals ausgesehen hat und welche harte körperliche Arbeit die Einheimischen erbringen mussten.

Der Archeoparc Feldthurns

Im Herzen von Feldthurns wurde der Arecheoparc eröffnet. Zahlreiche Gegenstände, welche hier gefunden wurden, reichen bis in die Zeit von 5.000 vor Christus zurück. Über sämtliche Epochen hinweg geben die Funde Aufschluss über die Besiedlung des heutigen Feldthurns. Diese Funde können im Archeoparc besichtigt werden; ebenfalls sind hier auf Informationstafeln interessante Informationen nachzulesen.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

In Feldthurns befindet sich die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die das Ortsbild maßgeblich prägt. Die Pfarrkirche gehört zur Diözese Bozen-Brixen.

Die Anfänge der Pfarrkirche reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Die im 12. Jahrhundert erbaute Marienkapelle wurde um das Jahr 1170 zur Pfarrkirche erhoben. In ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrmals vergrößert, sodass sie sich in ihrer heutigen Form und Größe präsentiert. Der Kirchenturm mit den großen Granitquadern wurde in der Zeit von 1502 bis 1570 erbaut.

Im Kircheninneren ist das Hochaltarbild Maria Himmelfahrt zu bestaunen. Dieses ist von der damaligen barocken Ausstattung der Kirche noch erhalten und wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angefertigt.

Die St. Laurentius-Kirche

Neben der Pfarrkirche befindet sich in Feldthurns noch die St. Laurentius-Kirche. Hierbei handelt es sich um eine kleine, aber sehr alte Kirche. Die erste Erwähnung geht nämlich bereits auf das Jahr 1302 zurück. Der Kirchenturm stammt aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts.

Der Heilige Laurentius, also der Kirchenpatron des Gotteshauses, ist an die Giebelseite zu sehen. Der Hochaltar in der Kirche in seiner schwarz-goldenen Fassung stammt aus dem Jahr 1681.

Informationsbüro/Touristenbüro

Das Informations- bzw. Touristenbüro befindet sich am Simon-Rieder-Platz 2 in Feldthurns. Dieser Platz hat seinen Namen von dem Freiheitskämpfer (1750 bis 1810) erhalten. Die Bronzestatue, welche direkt vor dem Informationsbüro (in dem Gebäude befindet sich auch das Rathaus von Feldthurns) steht, erinnert an diesen Freiheitskämpfer; die Bronzestatue wurde vom Bildhauer Othmar Winkler geschaffen.

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