Viums, eine Fraktion der Gemeinde Natz-Schabs
Viums ist eine Ortschaft im Eisacktal in Südtirol. Der Ort ist eine Fraktion der Gemeinde Natz-Schabs, in der der Apfelanbau eine bedeutende Rolle spielt. Schon bei der Anfahrt nach Viums wird jedem Besucher klar, weshalb die Gemeinde Natz-Schabs für den Apfelanbau so bekannt ist. Nahezu an jedem kleinen Fleckchen, an der ein Apfelbaum gepflanzt werden kann, ist auch ein Apfelbaum gepflanzt – Apfelbäume, soweit das Auge reicht. Daher hat auch für Viums der Apfelanbau – neben dem Tourismus – eine große Bedeutung.
Von den etwa 3.300 Einwohnern, die die Gemeinde Natz-Schabs hat, wohnen 300 Einwohner (Stand 31.12.2024: genau 300 Einwohner) in Viums. Damit handelt es sich bei Viums um die kleinste Fraktion der Gemeinde.
Auf Italienisch wird Viums, die Fraktion der Gemeinde Natz-Schabs, „Fiumes“ bezeichnet.
Viums liegt auf einer Höhe von 895 Metern über dem Meeresspiegel und befindet sich in einer Entfernung von etwa 1,5 Kilometern nördlich von Schabs, dem Hauptort der Gemeinde. Zudem liegt Viums nordöstlich des Brixner Talkessels.
Eine absolut empfehlenswerte Jahreszeit, in der die Gemeinde Natz-Schabs und damit auch Viums besucht werden sollte, ist der Frühling. Etwa gegen Mitte/Ende April eines Jahres blühen die unzähligen Apfelbäume und tauchen das gesamte Gemeindegebiet in ein riesige Blütenmeer. Ein Anblick, welcher den Besuchern noch lange Zeit in Erinnerung bleibt.
Die Geschichte von Viums
Die Ortschaft Viums wird in den Traditionsbüchern des Hochstiftes Brixen erstmals in der Zeit zwischen 1065 und 1075 erwähnt, was die lange Historie des Ortes zeigt.
Bei den Forschern besteht keine Einigkeit darüber, woher der Ortsname „Viums“ kommt bzw. wie dieser zu deuten ist.
Viums und der Fremdenverkehr
Einige Betriebe bieten in Viums eine Unterkunft an, in der man einen erholsamen Urlaub genießen kann. Neben einigen Garnis bzw. Pensionen/Hotels ist eine Auswahl an Betrieben in Viums vorhanden, die einen „Urlaub auf dem Bauernhof“ anbieten.
Die Kirche St. Magdalena
Am nordwestlichen Rand des Dorfes befindet sich auf einer erhabenen Lage die Kirche St. Magdalena, die von den Einheimischen auch gerne Viumser Kirchl bezeichnet wird. Die St. Magdalena-Kirche ist eine Filialkirche der Pfarrei zu den Heiligen Aposteln Philippus und Jakobus Natz-Elvas-Raas-Viums.
Die (damalige) Kirche wurde im Jahr 1281 geweiht. Allerdings hat das Gotteshaus im Laufe der Zeit einige Änderungen erfahren. So wurde der Kirchenbau, wie er sich heute zeigt, gegen Ende des 15. Jahrhunderts auf dem Fundament der 1281 geweihten Kirche errichtet. Die Weihe dieses neuen Gotteshauses erfolgte am 11.11.1485 durch den Brixner Weihbischof Konrad. Im 17. Jahrhundert erfolgte der Ausbau des Kirchturms; die Inneneinrichtung der Kirche datiert aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Der Innenraum, der sich mit einem Netzrippengewölbe zeigt, wurde in den 1990er Jahren restauriert.
Am Hochaltar der Kirche St. Magdalena in Viums ist ein Bild zu sehen, das Maria mit dem Jesuskind und Engelkranz, St. Laurentius und Georg zeigt. Die Statuen zeigen St. Valentin und St. Martin. Am Seitenaltar wird ein Bild von St. Barbara als Fürbitterin für einen Sterbenden gezeigt.

