Schalders

Schalders, Fraktion der Gemeinde Vahrn

Schalders ist ein kleiner Ort im Südtiroler Eisacktal, welcher als Fraktion zur Gemeinde Vahrn gehört. Der Weiler hat etwa 270 Einwohner (Stand 31.12.2021: 269 Einwohner). Damit handelt es sich – was die Einwohnerzahl betrifft – um die drittgrößte Fraktion der Gemeinde Vahrn, die insgesamt vier Fraktionen und 4.892 Einwohner hat.

Die italienische Ortsbezeichnung von Schalders lautet „Scaleres“.

Schalders liegt im gleichnamigen Schalderer Tal, nordwestlich des Hauptortes Vahrn und auch nordwestlich der Bischofsstadt Brixen. Vahrn ist etwa sieben Kilometer, Brixen etwa neun Kilometer von Schaders entfernt. Das gesamte Gemeindegebiet von Vahrn – und damit auch Schalders – befindet sich nordwestlich des Brixner Talkessels.

Um nach Schladers zu kommen, nimmt man die Straße von Vahrn, die sich in westliche Richtung nach oben schlängelt und teilweise eine Steigung von 14 Prozent hat. Man passiert auf der Fahrt nach Schalders unter anderem den Parkplatz, von dem ein Fußweg zum Vahrner See führt, und die Schlossruine Salern, bis man schließlich den Ort Schalders erreicht, das auf einer Höhe von etwa 1.150 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Die Häuser von Schalders liegen direkt an der Straße, sodass der Ort keinen klassischen Ortskern bzw. kein klassisches Dorfzentrum vorzuweisen hat.

Die Kirche zum Heiligen Wolfgang

In Schalders befindet sich die Kirche, welche dem Heiligen Wolfgang geweiht wurde. Geweiht wurde die Kirche bereits im Jahr 1436, was das beachtliche Alter und die lange Historie der Kirche verdeutlicht. Die Weihung hat der Brixner Bischof Ulrich II. Putsch vorgenommen.

Eine Erweiterung erfuhr der Kirchenbau im Jahr 1694. Aus dieser Zeit stammt auch das Tonnengewölbe, welches dem Gotteshaus den Stil des Frühbarocks verleiht.

Wer die Möglichkeit hat, die Kirche zum Heiligen Wolfgang von innen anzusehen, sollte diese wahrnehmen. Sehenswert in der Kirche der Hochaltar, der auch schnell die Blicke der Kirchenbesucher auf sich zieht. Bei dem Hochaltar handelt es sich um einen hochbarocken Altar, der im Aufbau sechs gedrehte Säulen hat. Zwischen den Säulen sind die vier Evangelisten zu sehen. Das Altarbild zeigt den Heiligen Wolfgang (vormals war der Heilige Augustin auf dem Altarbild zu sehen und wurde später mit dem Kirchenpatron übermalt).

Die Seitenkapelle, welche sich in der Kirche rechterhand (zum Altar blickend) befindet, wurde im Jahr 1935 errichtet.

Das Schalderer Tal

Das Schalderer Tal beginnt bei Vahrn und zweigt in westliche Richtung ab. Damit handelt es sich beim Schalderer Tal um ein Seitental des Eisacktals. Das Schalderer Tal erstreckt sich bis zu den Sarntaler Alpen.

Da das Schalderer Tal nicht zu den bekanntesten Tälern Südtirols zählt, finden Besucher hier Ruhe und Erholung. Die nahezu unverbaute Gegend, umgeben von grünen Wiesen und Wäldern, sorgt in dem Tal – durch das der Schalderer Bach (wird teilweise auch Vernaggenbach bezeichnet) fließt – für beste Erholung fern von Hektik und Trubel des Alltags. Einige Wanderrouten durch das Schalderer Tal bieten erlebnisreiche und erholsame Ausflüge am Fuße der Sarntaler Alpen.

Ausflugsziel: Die Schrüttenseen

Ein beliebtes und empfehlenswertes Ausflugsziel im Schalderer Tal sind die Schrüttenseen, die sich im hinteren Schalderer Tal befinden. Insgesamt gibt es mit dem großen und dem kleinen Schrüttensee, welche sich auf einer Höhe von fast 2.000 Metern über dem Meeresspiegel befinden, zwei Schrüttenseen.

Der große Schrüttensee liegt idyllisch in einer Bergmulde und begeistert vor allem aufgrund des kristallklaren Wassers.

Ein kleines Stück nach dem großen Schrüttensee befindet sich der kleine Schrüttensee. Auch dieser See fügt sich harmonisch in die Berglandschaft ein und sollte ebenfalls besucht werden.

Die Wanderung zu den Schrüttenseen kann man am Wanderparkplatz von Schalders, der sich in der Nähe des Steinwendthofes befindet, beginnen. Die anspruchsvolle Wanderung führt parallel des Schalderer Bachs. Teilweise bietet sich auf der Wanderroute auch ein schöner Blick auf das Dorf Schalders.

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